Strahlentherapie – Standort Klinikum Mutterhaus Mitte – Feldstraße 16, Trier

Terminvereinbarung

Montag

07:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Dienstag

07:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Mittwoch

07:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Donnerstag

07:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Freitag

07:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Tel. 0651 947-2351 oder 0651 947-2352

Team am Standort Feldstraße 16, Trier

Dr. med. Farid Mohammad

Facharzt für Strahlentherapie

Birgit Wasser

Fachärztin für Strahlentherapie

Dr. med. Jutta Scholber

Fachärztin für Strahlentherapie und Radioonkolgie

Dr. med. David Flechtmann

Facharzt für Strahlentherapie und Urologie

Dr. med. Birgit Siekmeyer

Fachärztin für Strahlentherapie

Zoheir Gotuk

Facharzt für Strahlentherapie

Leistungen am Standort Feldstraße 16, Trier

Behandlungsspektrum

Das MVZ für Strahlentherapie deckt gemeinsam mit der Abteilung für Radio-Onkologie als Spezialabteilung in einem Klinikum der Maximalversorgung das gesamte Spektrum der Strahlentherapie ab. In unserer Abteilung werden mehr als 1000 Patienten im Jahr bestrahlt.

Kopf-Hals-Tumore:

  • ZNS-Tumore ( z. B. Glioblastome)
  • Hirnmetastasen
  • Meningeome
  • HNO-Tumore

Bronchial-Carcinom

Gastrointestinale Tumore:

  • Oesophagus-Carcinom
  • Magen-Carcinom
  • Pankreas-Carcinom
  • Rectum-Carcinom
  • Anal-Carcinom

Mamma-Carcinome

Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane:

  • Endometrium-Carcinom
  • Cervix-Carcinom
  • Vulva-Carcinom

Tumore der männlichen Geschlechtsorgane:

  • Prostata-Carcinom
  • Hodentumore

Tumore der Nieren und der ableitenden Harnwege

Maligne Lymphome

Hauttumore:

  • Basaliom
  • Melanom
  • Plattenepithelcarcinom

Palliative Bestrahlungen:

  • Knochenmetastasen
  • Hirnmetastasen, u. a.

Wenn nötig und sinnvoll, wird die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert.

Auch bei gutartigen Erkrankungen kann eine Bestrahlung zu einer anhaltenden Linderung der Beschwerden führen.

Degenerative Gelenkerkrankungen:

  • Schulterarthrose
  • Tennisarm
  • Fingergelenkarthrose
  • Kniearthrose
  • Hüftarthrose
  • Fersensporn

Proliferative Erkrankungen:

  • Heterotope Ossifikation
  • Morbus Dupuytren
  • Morbus Ledderhose
  • Desmoide
  • Keloide

Therapien/Techniken

Perkutane Bestrahlung

Die perkutane konformale Strahlentherapie ist ein Therapieverfahren, bei der dem die Tumorregion von außen (lat.: per = durch; cutan = die Haut) gezielt bestrahlt wird. Diese Therapieform wird durch eine aufwendige, computergestützte dreidimensionale Planung vorbereitet und durchgeführt.

Hierdurch wird die präzise Bestrahlung der Tumorregion unter bestmöglicher Schonung der umliegenden Organe ermöglicht.

Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT)

Die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) ist eine moderne Form der computergestützten dreidimensionalen Bestrahlungstechnik.

Bei der IMRT werden die einzelnen Bestrahlungsfelder in mehrere Segmente unterteilt und die Intensität der Strahlendosis der Kontur des zu bestrahlenden Gebietes angepasst – „moduliert“.

Somit werden eine exakte, homogene Erfassung des Zielvolumens und eine bestmögliche Schonung des den Tumor umgebenden gesunden Gewebes ermöglicht. Das bedeutet höhere Wirksamkeit im Tumor bei gleichzeitiger Reduktion der Nebenwirkungen.

Volumen Intensitätsmodulierte Arc Therapie (VMAT/RapidArc®)

VMAT ist eine moderne Weiterentwicklung der hochpräzisen intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT), die bei gleichbleibender oder verbesserter Planqualität die Behandlungsdauer um ein Vielfaches verkürzt. Vor allem letzteres macht die Behandlung für unsere Patienten deutlich angenehmer (pro Behandlung ca. zwei Minuten Bestrahlungszeit).

Während der Behandlung rotiert das Bestrahlungsgerät um den Patienten, wobei die Feldform und die Dosisleistung auf den Bestrahlungswinkel optimiert werden. Mittels dieser Technik können auch ein simultan integrierter Boost (Dosisaufsättigung) bzw. Dosepainting realisiert werden. Jeder einzelne Bestrahlungsplan wird messtechnisch verifiziert.

Seit Februar 2011 bieten wir unseren Patienten diese neue Technik an. Insbesondere Tumore im Kopf-Hals-Bereich, im Becken (z. B. Prostatatumore) und Brustkorbbereich werden standardmäßig mit RapidArc® behandelt.

Bildgesteuerte Radiotherapie, Image Guided Radio-Therapy (IGRT)

Damit eine exakte, reproduzierbare Patientenpositionierung gewährleistet ist, nutzen wir die bildgesteuerte Radiotherapie, da die Lage des Tumors beispielsweise durch den Füllungszustand von Blase und Enddarm variieren kann.

Unser Bestrahlungsgerät verfügt über einen integrierten Computertomographen (Conebeam CT), der es ermöglicht, unmittelbar vor der eigentlichen Bestrahlung die Lage des Tumors zu überprüfen und die korrekte Patientenpositionierung sicherzustellen.

Oberflächengeführte Strahlentherapie – Surface Guided Radiation Therapy (SGRT)

Anhand eines individuellen Planungs-CT wird die Dosisverteilung in der Tumorregion berechnet. Um die Strahlendosis wie geplant auf den Patienten zu übertragen, muss der Patient daher täglich genau in diese Position gebracht werden. Dies stellt, nach wie vor, eine der größten Herausforderungen in der Strahlentherapie dar.

Unser etabliertes System AlignRT®, ein Produkt der Firma VisionRT, wurde speziell für dieses Problem entwickelt. Es erfasst die Position des Patienten vor und während der Bestrahlung und zeichnet sie auf.
Mittels 3D-Kameraeinheiten verfolgt AlignRT die Hautoberfläche des Patienten in Echtzeit und vergleicht sie mit der Oberfläche aus dem Planungs-CT.

Sobald sich der Patient aus der gewünschten Position (z.B. Husten oder tiefes Einatmen) bewegt, unterbricht AlignRT die Bestrahlung automatisch.
Abweichungen können schnell und einfach wieder korrigiert werden. Hierdurch wird die tägliche Behandlungszeit verkürzt sowie die Patientensicherheit erhöht.

AlignRT ist sicher, nicht invasiv und verzichtet vollständig auf zusätzliche Röntgenstrahlung, sodass keine weitere unerwünschte Strahlendosis appliziert wird.

Stereotaktische Strahlentherapie

Unter stereotaktischer Bestrahlung versteht man das hochpräzise Bestrahlungsverfahren, welches sich durch extreme Fokussierung der ionisierenden Strahlung im Tumor auszeichnet – im Sinne einer nahezu punktförmigen Bestrahlung. Dabei fällt die Dosis sehr steil zum umliegenden Gewebe hin ab, was mit einer bestmöglichen Schonung des gesunden Gewebes einhergeht.

Diese Bestrahlung erfolgt in wenigen Fraktionen mit hoher Einzeldosis.

Brachytherapie (Kontakttherapie)

Bei der Brachytherapie (Afterloading) wird der Therapiestrahl nicht von außen durch den Körper in den Tumor eingebracht, sondern eine Strahlenquelle über Hohlnadeln oder Schläuche direkt in das Tumorgebiet kurzzeitig eingeführt. Der Vorteil dieser Methode ist die hohe Dosis im Tumor mit steilem Dosisabfall zum gesunden Gewebe. Damit werden eine bessere Schonung des umliegenden Gewebes sowie eine bessere Verträglichkeit der Therapie erzielt.

Diese Behandlungsform nutzen wir z. B. beim Prostata-Karzinom. Dabei erfolgt ein Teil der Bestrahlung von außen mittels Linearbeschleuniger, ergänzt durch die zweimalige Brachytherapie. Je nach Größe der Prostata werden unter Ultraschallkontrolle Hohlnadeln eingeführt.

Die Bestrahlung erfolgt nach einem computergestützt errechneten Bestrahlungsplan, bei dem die radioaktive Quelle definierte Haltepunkte in den Hohlnadeln anfährt. Durch die Kombination beider Behandlungsformen ergibt sich eine deutlich geringere Belastung im Bereich von Blase und Darm, so dass die Nebenwirkungen gesenkt werden können.

Wir sind eine der wenigen Einrichtungen, die diese bewährte Therapie anbieten und in enger Zusammenarbeit mit unseren Fachabteilungen und externen Kooperationspartner regelmäßig durchführen. Hierfür steht uns ein eigener Brachytherapie-OP zur Verfügung.

Oberflächentherapie

Bei der Oberflächentherapie werden Röntgenstrahlen mit besonders niedriger Energie eingesetzt. Diese Strahlung hat nur eine geringe Eindringtiefe und ist somit ideal zur Behandlung von oberflächlichen Hauttumoren.

Einatmungs-Anhalte-Technik – Deep Inspiration Breath-Hold (DIBH)

Der Ablauf einer Strahlenbehandlung

  1. Erstvorstellung, Aufklärungsgespräch
    Die Strahlentherapie ist mit der Operation und der medikamentösen Therapie (Chemotherapie) das wichtigste Standbein in der Behandlung von Krebserkrankungen.
    Unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes und möglicher Nebendiagnosen wird für den Patienten ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet. In einem persönlichen Erstgespräch werden diese Behandlungsmöglichkeiten erörtert. Hierbei werden die Behandlungsziele, der Ablauf der Therapie und mögliche Nebenwirkungen erläutert und schriftlich im Aufklärungsbogen festgehalten. In diesem Gespräch nehmen wir uns gerne die nötige Zeit, Ihre Fragen zu beantworten und versuchen, Ihnen Ihre Ängste zu nehmen.
    Wichtig ist, dass bei diesem ersten Gespräch möglichst alle verfügbaren Behandlungsunterlagen (Operationsbericht, Histologiebericht, CT-/ MRT-Bilder oder CD-Rom-Aufzeichnung, Arztbriefe usw.) vorliegen.
  2. Planungs-CT
    Im Rahmen einer Computertomographie (CT) werden Daten von der betroffenen Körperregion und den umliegenden Organen erstellt, die für die weitere Berechnung der Bestrahlungsbehandlung benötigt werden (CT-gesteuerte virtuelle Simulation). Für bestimmte Körperregionen werden Lagerungshilfen verwendet, wie z.B. Kunststoffmasken. Zum Abschluss der Untersuchung werden Orientierungspunkte auf der Haut oder auf der Maske angebracht, die bis zum Beginn der Bestrahlung und für die Behandlungsdauer nicht entfernt werden dürfen.
  3. Medizinisch-Physikalische Planung
    Zwischen CT-Planung und erster Strahlentherapie-Sitzung findet die sogenannte Bestrahlungsplanung statt.
    Zweck der Bestrahlungsplanung ist eine optimale Bestrahlungstechnik zu ermöglichen, so dass eine möglichst hohe Dosis am Tumor und eine geringe Dosis im umliegenden gesunden Gewebe erzielt wird. Dabei werden z.B. die Anzahl der Felder, Bestrahlungszeiten, Einstrahlrichtung und die Dosisverteilung im Zielgebiet geplant. Außerdem können die Dosisbelastungen für die umliegenden Risikoorgane (z.B. Lunge, Rückenmark) ermittelt und eventuelle Begleitreaktionen vorausgesagt werden.
  4. Durchführung der Bestrahlung am Beschleuniger
    Nachdem alle Vorbereitungsschritte durchlaufen sind, beginnt die eigentliche Bestrahlungsbehandlung. Der Patient bekommt in der Regel einen festen Termin für die gesamte Zeit der erforderlichen Behandlung um seinen weiteren Tagesablauf gestalten zu können.
    Die Bestrahlungen erfolgen an einem Linearbeschleuniger.
    Bei der ersten Bestrahlung wird die exakte Lagerung des Patienten mit (digitalen) Röntgenaufnahmen, die vor und während der Behandlung angefertigt werden, überprüft und, wenn erforderlich, korrigiert. Somit dauert die erste Bestrahlungssitzung meist etwas länger als die Folgenden.
    Üblicherweise wird fünfmal pro Woche von Montag bis Freitag bestrahlt. Es gibt jedoch auch Erkrankungen, bei denen es sinnvoll ist, zweimal täglich zu bestrahlen.
    Während der Strahlenbehandlung steht Ihnen jederzeit ein Arzt bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Gegebenenfalls können symptomorientierte, diagnostische und therapeutische Maßnahmen getroffen werden.
  5. Abschlussgespräch
    Nach der letzten Behandlung werden in einem abschließenden Gespräch das weitere Vorgehen und die erforderliche Nachsorge besprochen. Diese wird mit Ihrem Hausarzt und den behandelnden Fachärzten abgestimmt. Auch die weitere Hautpflege und sonstige Verhaltensmaßnahmen werden dabei besprochen. In der Regel vereinbaren wir über unser Sekretariat, nach Ende der Bestrahlung den ersten Nachsorgetermin (Strahlenfeldkontrolle).

Anfahrt zum Standort Feldstraße 16, Trier

Das MVZ der Strahlentherapie befindet sich in einem eigenständigen Gebäude, rechts vor dem Haupteingang zum Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Gebäude F.

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen
Feldstraße 16
54290 Trier

Tel. 0651 947-2351 oder 0651 947-2352
Fax: 0651- 947-2387

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Der Weg zum Klinikum Mutterhaus ist an vielen Stellen in Trier gekennzeichnet. Bitte folgen Sie diesen Hinweisschildern bis zur Feldstraße, die trotz ihrer Enge von beiden Seiten befahrbar ist. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen wollen, können Sie sich Ihre Fahrauskunft hier individuell anzeigen lassen: Verkehrsverbund Region Trier

Der Parkplatz des Klinikums Mutterhaus ist rund um die Uhr geöffnet. Gegenüber dem Klinikum befindet sich außerdem ein privat betriebener Parkplatz. Achten Sie auf Gebühren und Schließzeiten.